Wir haben einen 3-tägigen Team-Bildungs-Workshop durchgeführt, wobei Philipp die beiden ersten Tage moderiert hat. Ausgangslage war, dass ich vor einem halben Jahr ein zweites Team übernahm. Beide Teams waren was die Kultur, ihre Aufgaben und Verantwortungen betrifft, ja sagen wir mal, sehr «eingeschworen». Der Workshop hatte zwei Hauptziele:

Einerseits müssen auch in unserer Firma mit dem gegebenen Mitarbeiterbestand immer zusätzliche Aufgaben übernommen werden. Dies ist auch bei den hier angesprochenen Teams der Fall. Auf der anderen Seite war ich der Überzeugung, dass zwischen beiden Teams Synergiepotential besteht und durch geschicktes zusammenführen von Aufgaben und Verantwortungen Ressourcen für zusätzliche Tasks frei werden müssten. Dazu müssen aber die Teams mit ihren unterschiedlichen Kulturen näher zusammenrücken, wenn nicht sogar zu einem Team verschmelzen. Doch wie wollen wir dies bewerkstelligen? Und hier kam Philipp ins Spiel. Da ich wusste, dass er als erfahrener Organisationsentwickler auch entsprechende Workshops durchführt, nahm ich mit ihm Kontakt auf. In zwei oder drei kurzen Meetings wurde die Ausgangslage und der Ablauf des Workshops besprochen. Der Workshop wurde auf der Auenalp im Glarnerland in einem Ferienhaus eines Skiclubs durchgeführt. Eingeplant waren zweieinhalb Tage. Anreise am Mittwochnachmittag, Workshop am Mittwochabend sowie am Donnerstag den ganzen Tag. Am Freitag wurde das Ganze mit einer Exkursion abgerundet. Als Erstes sollten sich die Teammitglieder besser kennenlernen. Dazu hatte jeder Teilnehmer vorgängig einen kurzen Steckbrief zu seiner Person, ergänzt mit den Aufgaben die er wahrnimmt, zu erstellen. Dieser Steckbrief musste auch Aussagen dazu machen ob dem Mitarbeiter die erwähnten Aufgaben liegen oder eher nicht. Nach der Anreise am Mittwochnachmittag stellte sich jeder kurz anhand dieses Steckbriefs im Plenum vor.

 

Als zweiter Teil dieser Kennenlernphase wurde zusammen gekocht. In Teamübergreifenden Zweier- und Dreiergruppen wurden jeweils die einzelnen Gänge des Menus vorbereitet. Durch die lockere Skihausatmosphäre wurde der Austausch unter den Teammitgliedern weiter sehr gefördert. Dieser Teil entpuppte sich schlussendlich auch als Highlight des ersten Tages.
Der zweite Tag, der Donnerstag, war geprägt von vielen kurzen, jedoch umso intensiveren Gruppenarbeiten. Diese wurden jeweils durch Philipp mit einer überlegenen Sicherheit und sehr grosser Fachkompetenz moderiert. Im Anschluss an die Gruppenarbeiten wurden die Resultate gegenseitig vorgestellt. Philipp hat ein ausserordentlich gutes Gespür dafür, die jeweils essenziellen Punkte aus den Zwischenresultaten herauszuschälen und diese in die Aufgabenstellung der nächsten Übung zu übernehmen. Der Workshop war für die Teilnehmer intensiv, es kam im Unterschied zu anderen Workshops niemals lange Weile auf. Im Gegenteil, vor allem gegen Schluss machten sich bei einigen Teilnehmern Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Aber auch hier verstand es Philipp mit gezielten Auflockerungsübungen die letzten Kräfte der Teilnehmer zu mobilisieren. Schlussendlich hatten wir unser Ziel erreicht. Es wurden einerseits kurzfristig realisierbare Optimierungsmassnahmen definiert und anderseits der Grundstein für eine neue Teamorganisation gelegt. Diese Matrixorganisation muss wie geplant ausserhalb des Workshops noch weiter ausgearbeitet werden. Den Abend beschlossen wir wiederum mit einem gemeinsamen Abendessen im Skihaus, welches aber dieses Mal nicht durch die Teilnehmer zubereitet werden musste, und natürlich dem einen oder anderen Glas Wein.

 

Im Anschluss an den Workshop konnte ich für mich folgendes Fazit ziehen.

 

  • – Ohne die professionelle Moderation durch Philipp hätten wir dieses taffe und straffe Programm nie geschafft. Dabei wurde es nie «esoterisch». Das Vorgehen war immer faktenorientiert, nie subversiv aber vor allem menschbezogen. Viel wichtiger ist aber, dass wir dank Philipp die Workshop Ziele erreichen konnten.
  • – Eine wichtige Erkenntnis ist, dass es für einen erfolgreichen Workshop nicht immer das superschöne 4-oder 5 Stern Businesshotel braucht. Die relative einfache aber zweckmässige Skilageratmosphäre, welche dieses Clubhaus ausstrahlte und die Tatsache, dass ein relativ opulentes Menü selbst gekocht wurde, bleibt bei den Teilnehmern viel nachhaltiger in Erinnerung.

 

Herzlichen Dank für den gelungenen Workshop.

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